Ich arbeite mit Ölfarben und konzentriere mich auf die Porträtmalerei, um die emotionale Präsenz jenseits bloßer Ähnlichkeit zu erforschen. Meine Gemälde sind keine Auftragsarbeiten; sie entstehen aus einem inneren Impuls – dem Versuch, das sichtbar zu machen, was sich der direkten Artikulation entzieht.
Meine künstlerische Praxis ist geprägt von der anhaltenden Auseinandersetzung mit den Traditionen der Renaissancemalerei, insbesondere mit den Werken von Leonardo da Vinci, Raffael und Michelangelo. Ihre Synthese aus Sinnlichkeit, Struktur und Ausdruckskraft formt bis heute mein Verständnis der gemalten Figur. Technisch bewegt sich meine Arbeit zwischen vielschichtigen, methodischen Prozessen, die in den Techniken der Alten Meister wurzeln, und direkteren, pastosen Alla-prima-Ansätzen. Dieses Wechselspiel zwischen Kontrolle und Direktheit ist zentral für meinen Prozess.
Ich betrachte die Malerei sowohl als Kunst als auch als Handwerk. Der Schaffensprozess erfordert nicht nur Ausdruck, sondern auch ein präzises Verständnis von Material, Technik und Bildsprache. In diesem Sinne fühle ich mich eher dem Begriff des Handwerkers als dem des Künstlers zugehörig.
Ursprünglich in den Bereichen Wirtschaft, Versicherung und Recht ausgebildet, stamme ich aus einem beruflichen Umfeld, das von Abstraktion und rationalen Systemen geprägt ist. Die Malerei entwickelte sich bewusst im Kontrast zu diesem Hintergrund – als notwendiger Raum für verkörperte Wahrnehmung und emotionalen Ausdruck.
